Filmpolitik - Überregionale und internationale Zusammenarbeit
Die KFA ist Mitglied in zahlreichen (kurz)filmrelevanten regionalen, bundesweiten und internationalen Institutionen und kooperiert mit den Film- und Kulturinstituten vieler Länder. Im Auftrag des Goethe Instituts beteiligt sich die KFA am internationalen Kulturaustausch und erhält immer wieder Gelegenheit die Arbeit von Agentur und Festival einem internationalen Publikum zu präsentieren.
Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit der AG Kurzfilm - Bundesverband deutscher Kurzfilm. Die KFA war gemeinsam mit den Kurzfilmtagen Oberhausen maßgeblich an der Gründung des Bundesverbandes im Jahr 2002 beteiligt und arbeitete seitdem aktiv – neben zahlreichen Projektkooperationen – auch im Vorstand des Verbandes mit. Die AG Kurzfilm ist die Interessenvertretung für den deutschen Kurzfilm. Sie ist Ansprechpartnerin für Politik, Filmwirtschaft und Kinobetriebe und kümmert sich in enger Zusammenarbeit mit German Films um die Auslandspromotion des deutschen Kurzfilms. Zu den Mitgliedern der AG Kurzfilm zählen Filmschulen, Filmfestivals, Kurzfilmverleih und -vertriebsunternehmen sowie Institutionen der Film- und Kinobranche.
AG Kurzfilm und KurzFilmAgentur Hamburg präsentieren seit 2004 mit dem Goethe Institut Lyon und German Films im Rahmen des "Festival du Court Métrage Clermont-Ferrand" aktuelle deutsche Kurzfilmproduktionen in der "Soirée Allemande". Die Soirée-Vorführung mit anschließendem Empfang und Party avancierte mittlerweile zu einem regelmäßigen und beim Publikum beliebten Programmpunkt dieser wichtigen Kurzfilmveranstaltung.
Seit 2003 entsendet die AG Kurzfilm ein Mitglied und eine Stellvertretung in den Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt (FFA). Diese Position wird seit 2003 von der Geschäftsführung der KurzFilmAgentur Hamburg wahrgenommen. Im Februar 2009 hat Alexandra Gramatke diese Aufgabe übernommen.
Die KFA beteiligte sich an den vom Staatsministerium für Kultur und Medien (BKM) initiierten Sondierungsgesprächen von Politik und Filmbranche, die zu den Novellierungen des Filmförderungsgesetz (FFG) des Bundes der Jahre 1999, 2004 und 2009 führten. Hier konnten wertvolle Impulse zur Verbesserung der Förderbedingungen für Kurzfilme in Deutschland eingebracht werden. Insbesondere durch die Neuregelung von § 56 Abs.1 Nr. 6 iVm Abs.4 des FFG ab 2009 gibt es eine gesteigerte Nachfrage nach Vorfilmen seitens der Kino-Programmgestalter. Der Paragraph sieht eine verstärkte Abspielförderung für Kurzfilme vor.
Im Auftrag der AG Kurzfilm, der KurzFilmAgentur Hamburg und interfilm Berlin wurde im Jahr 2010 die bundesweite Vorfilmkampagne Kurz Vor Film – Mehr Vorfilme ins Kino! mit Fördermitteln der FFA ins Leben gerufen. Sie richtet sich an KinobetreiberInnen und möchte diese dafür begeistern, Kurzfilme als Vorfilme in ihren Kinos zu zeigen. Das Filmförderungsgesetz von 2009 unterstützt ausdrücklich den Einsatz von Kurzfilmen: Kinos, die regelmäßig Kurzfilme als Vorfilme platzieren, können eine jährliche Abspielförderung erhalten. Die KurzFilmAgentur unterstützt interessierte Kinos bei allen Fragen der Antragstellung.
Mit den nationalen Kinoverbänden AG Kino/Gilde und Bundesverband kommunale Filmarbeit kooperiert die KFA regelmäßig. Insbesondere die Kinotournee "Deutscher Kurzfilmpreis Unterwegs" wurde in den Jahren 1998-2003 von der KFA in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden durchgeführt.
Europa Cinemas ist die Vereinigung europäischer Kinos, deren Programmschwerpunkte die Präsentation europäischer Filmkunst bilden. VertreterInnen des KurzFilmVerleihs der KurzFilmAgentur Hamburg stehen als ExpertInnen für die Präsentation von Kurzfilmen im Kino im Dialog mit dem Kino-Netzwerk. So werden dessen Jahreskongresse regelmäßig besucht. Dort wurden bereits Vorfilme aus dem Repertoire des KurzFilmVerleihs präsentiert und über die vielfältigen Möglichkeiten der Arbeit mit Kurzfilmen berichtet.
Für den Internationalen Verband der Filmkunsttheater (CICAE) haben VertreterInnen des KurzFilmVerleihs von 2006 bis 2010 beim jährlichen Fortbildungsseminar für Kinobetreiber "European training for arthouse exhibitors" in Venedig über ihre Erfahrungen als Verleiher von Kurzfilmen berichtet. Eine Zusammenfassung eines solchen Vortrags ist in der Broschüre "Art Cinema Europa" (2004-2006) nachzulesen.
Modellfunktion hatte die französische "Agence du Court Métrage" (ACM) mit Sitz in Paris für die Gründung der KFA im Jahr 1992. Insbesondere das Kurzfilmabonnement der Agence (genannt RADI) diente als Vorlage bei der Gründung des KurzFilmVerleihs der KFA. Im Gedenken an den Gründer der ACM, der in den 90er Jahren starb, wurde bis 2009 im Rahmen des Internationalen KurzFilmFestivals Hamburg der "François-Ode-Preis" als Spezialpreis der Jury des internationalen Wettbewerbs vergeben. Als gemeinsames Projekt von KFA und ACM entstand eine Broschüre, die alle europäischen Kurzfilm-Verleih-Strukturen vorstellt. Die Broschüre erleichtert Kinobetreibern und Programmgestaltern den Zugang zu Kurzfilmen.
Regelmäßig erwirbt die Verleihabteilung der Agence Kurzfilme aus dem Vertriebsprogramm der KFA. Auch über Fragen des Lizenzhandels mit Kurzfilmen stehen die KFA und die ACM in regelmäßigem Informationsaustausch.
Die International Short Film Conference (ISFC) ist der weltweite Zusammenschluss aller Institutionen und Organisationen, die sich um die Verbreitung von Kurzfilmen kümmern. Die ISFC besteht seit 1970 und tritt einmal im Jahr im Rahmen des weltweit bedeutendsten "Festival du Court-Métrage" in Clermont-Ferrand, Frankreich, zu einem Informationsaustausch zusammen.
Partnerorganisationen der KFA (Mitgliedschaft):
AG Kurzfilm - Bundesverband deutscher Kurzfilm
AG Kino/Gilde
AG Verleih
Bundesverband Jugend und Film (BJF)
Filmförderungsanstalt (FFA)
International Short Film Conference (ISFC)
Internationales Zentrum für Kinder- und Jugendfilm (CIFEJ)
Kooperationen:
Agencia da Curta Metragem, Portugal
Australian Film Commission
Agence du Court Métrage, Frankreich
British Council
British Film Institute
CICAE
Czech Films
Danish Film Institute
Europa Cinemas
Finnish Film Foundation
Goethe Institut
New Zealand Film Commission
Norwegian Film Institute
Swedish Film Institute
Unifrance

